Zur "neuen
Wissenschaftlichkeit" in der Baumstatik
Thomas Sinn
Nach unseren Gesetzen
der Physik kann die Fliege nicht fliegen. Sie weiß es nur nicht" [18].
Diese tiefsinnige Weisheit will nicht grundsätzlich die Physik in Frage
stellen, sie mahnt jedoch zur Vorsicht in der unkritischen Übernahme von
Wissenschaftstheorien im Bereich lebender Systeme (Tiere und Pflanzen).
So erweitern in der Baumstatik immer neue, scheinbar wissenschaftlich
abgesicherte Erkenntnisse, das Verständnis.
Wie kommt es aber,
daß trotz z.T. widersprüchlicher Auffassungen einzelner Wissenschaftler
in Sachen Baum keine Kritik gegen die verkündeten "Tatsachen" geäußert
wird.
Dafür lassen sich verschiedene
Erklärungen finden:
1. Die Wissenslücke: Veröffentlichungen zu experimentell abgesicherten
wissenschaftlichen Untersuchungen der Statik von Bäumen gibt es kaum.
So fehlen zum einen Leitlinien für eine weitergehende wissenschaftliche
Forschung und zum anderen fehlt das Maß, an dem die Glaubwürdigkeit neuer
Erkenntnisse gemessen werden kann.
2. Der Zeitfaktor:
Bäume sind Lebewesen, die i.d.R. über sehr lange Zeiträume auf äußere
Einflüsse reagieren, d.h. Wissenschaftstheorien lassen sich in natura
nicht sofort überprüfen.
3. Das Gefühl der Frustration:
Die neuen Sachverständigen aus dem Wissenschaftslager, die sich z.Zt.
mit baumstatischen Fragestellungen hervortun, sind im Grunde fachfremd
und entmündigen mit unbekannter Terminologie aus ihrer Wissenschaftsdisziplin
und mit nicht nachvollziehbaren Erkenntnisgewinnungsprozessen sowie mit
höherer mathematischer Gewalt nicht nur die Baumfachleute an der Basis.
4. Das Gefühl der
Erleichterung: Zu einem Problembereich (Verkehrssicherheit von Bäumen),
der die Fachmeinung schon seit langem bewegt, werden jetzt endlich relativ
einfach handhabbare, "wissenschaftlich abgesicherte" Problemlösungen angeboten.
5. Der Glaube: Eine
gewisse Wissenschaftsgläubigkeit steckt in jedem von uns, obgleich im
vorliegenden Fall kein Grund dazu besteht.
Im folgenden werden
die Grundlagen korrekten wissenschaftlichen Arbeitens dargelegt. Dies
erscheint aufgrund der aktuellen Sachlage notwendig und kann als Maß für
die Bewertung bisheriger wissenschaftlicher Untersuchungen in der Baumstatik
genommen werden. Zudem soll verdeutlicht werden, inwieweit sich die Baumfachleute
an der Basis im bisherigen meinungsgeprägten Vorgehen bei der Beurteilung
der Verkehrssicherheit von Bäumen von den Wissenschaftlern unterscheiden
und welche Folgerungen aus der "Neuen Wissenschaftlichkeit" zu ziehen
sind.
Wie unterscheidet
sich Wissenschaft von Meinung und wodurch ist dieser Unterschied gegeben
?
"Unser alltägliches, individuelles Verhalten wird weitgehend von unseren
Erwartungen über die gewohnten, regelmäßigen und gesicherten Vorgänge
in der Wirklichkeit bestimmt. Diese Erwartungen entstehen einerseits durch
gesellschaftliche und kulturelle Überlieferungen und andererseits durch
unsere eigenen Erfahrungen. Durch Erfahrungsaustausch mit anderen und
durch unsere eigenen Lernprozesse entwickeln wir ganz bestimmte Auffassungen
über die Verhältnisse in der Wirklichkeit. Auf diese Weise entsteht bei
jedem einzelnen ein Modell der sachlichen, häufig auch eines der metaphysischen
Realität" [17].
Vom Wissenschaftler
wird verlangt, daß er das Individuelle, das seinen Geist prägte, aus seiner
wissenschaftlichen Arbeit heraushält. Dies ist sehr schwierig und ständig
muß die Vorgehensweise auf größtmögliche Objektivität überprüft werden.
Eine Richtschnur bilden die Schemata zum wissenschaftlichen Arbeiten;
diese geben eine bestimmte Vorgehensweise nach anerkannten methodischen
Regeln vor, d.h. Sammeln von Tatsachen (Daten) und deren Organisation
zu Systemen.
Dabei muß der Wissenschaftler
frei von Vorurteilen und Emotionen sein, Sachlichkeit und Objektivität
werden ebenso gefordert wie ausreichendes Tatsachenmaterial (jedoch ohne
einseitige Auswahl), das immer nachprüfbar sein muß (d.h. keine Aufstellung
von Behauptungen).
Gesammelte Daten werden
gedeutet. Erst durch die Deutung wird aus der Datensammlung eine Wissenschaft
und es kommt zur Bildung von Theorien und Systemen und zwar durch direkte
Beobachtung sowie aus anderen Erfahrungen oder Voraussetzungen. Die Wahl
dieser über die direkte Beobachtung hinausgehenden Faktoren darf aber
nicht willkürlich erfolgen, sie muß vernünftig sein und einen Realitätsbezug
haben.
Bei dieser methodischen
Vorgehensweise zur wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung müssen außerdem
noch folgende Punkte beachtet werden:
+ Das zu Beweisende darf nicht Voraussetzung der Beweisführung sein
+ Wissenschaft ruht auf Logik, Aussagen dürfen einander nicht widersprechen
und müssen eindeutig sein
+ Mögliche Fehlerquellen sind auszuschalten (d.h. Beachtung von Variabilität
und Multiplizität der beteiligten Faktoren)
+ Wissenschaft darf nicht dogmatisch sein, d.h. der Wissenschaftler muß
sich der Diskussion mit der Öffentlichkeit und mit Fachleuten stellen
+ Wissenschaft muß wertfrei sein (d.h. zum Beispiel darf sie nicht zum
Vorteil eines Auftraggebers ausgelegt oder zur eigenen Profilierung durchgeboxt
werden)
+ Wissenschaft
sollte nicht unkritisch bereits vorhandene Lehrmeinungen übernehmen
Durch die Beachtung
all dieser Punkte wird (theoretisch) wissenschaftliches Arbeiten gewährleistet.
Die große Gefahr bei all dem ist, daß der Wissenschaftler eben Mensch
ist, d.h. daß seine persönliche Meinung und sein Streben nach Erfolg mit
hinein spielen.
Zusätzlich wird exaktes
wissenschaftliches Arbeiten noch durch die Spekulation und die Ideologie
des Einzelnen in Frage gestellt.
Die Spekulation ist in gewissem Sinne der Anfang jeder wissenschaftlichen
Fragestellung, jedoch nicht die Antwort auf die Frage. Dabei versucht
die Spekulation eine Theorie auf rein gedanklichem Wege aufzubauen, ohne
sich jedoch an die Methodik der Wissenschaft zu halten und jeden Gedankenschritt
an den Tatsachen zu prüfen.
Die Ideologie, ob nun
politisch oder kulturell, wirkt bei der Auswahl von Tatsachen selektiv,
da sie diese im Sinne ihrer Glaubenssätze deutet. Vereinfacht gesehen
kann man also unterscheiden zwischen der Meinungsbildung des "Normalbürgers"
zu alltäglichen oder auch speziellen Fragestellungen, die zum Großteil
durch Meinungen und subjektive Ansichten über die Gegebenheiten und Vorgänge
in der Realität geprägt wird und der Meinungsbildung des wissenschaftlich
arbeitenden Menschen besonders zu speziellen Fragestellungen, die vor
allem aus Gesetzen und objektiven Wahrheiten besteht.
So sollte man eigentlich
trotz aller genannten Einschränkungen annehmen, daß es zwischen diesen
beiden Wegen zur Meinungsbildung fundamentale Unterschiede gibt. Wenn
man jedoch die Wege und Möglichkeiten betrachtet, mit denen die einzelnen
Wissenschaften zu ihren "Wahrheiten" gelangen, dann findet man zwischen
diesen beiden Erkenntniswegen nur wenige graduelle und eigentlich nur
einen wesentlichen Unterschied: Das ist die SYSTEMATIK, die METHODIK,
mit der der Wissenschaftler an Fragestellungen herangeht. Die Denkmuster
zur Konstruktion wissenschaftlicher Theorien sind hingegen mit denen unseres
alltäglichen Wissensaufbaus identisch: "Schluß von einzelnen Erfahrungen
auf eine allgemeine Gesetzmäßigkeit (Induktion) und Ableitung spezifischer
Aussagen aus schon bestehenden, allgemein akzeptierten, generellen Ansichten
über die Realität (Deduktion). Mit den Denkmethoden der Induktion und
der Deduktion versuchen wir sowohl im alltäglichen als auch im wissenschaftlichen
Erkenntnisprozeß zu gesicherten, "endgültigen Wahrheiten" zu gelangen"
[17].
Folgerungen und Diskussion:
Was läßt sich nun daraus
für die bisherigen "wissenschaftlichen" Untersuchungen zur Erkenntnisgewinnung
in der Baumstatik schlußfolgern ? Dem aufmerksamen Beobachter fällt auf,
daß in vielen Fällen wesentliche Grundzüge wissenschaftlichen Arbeitens
nicht ausreichend beachtet wurden und werden. So läßt sich ein hohes Maß
an Objektivität vermissen. Das persönliche (z.B. mechanistische) Weltbild
des jeweiligen Wissenschaftlers beeinflußt maßgeblich die wissenschaftlichen
Untersuchungen und den Erkenntnisgewinnungsprozeß. Es mangelt an ganzheitlichem
ökologischem Denken. Ein gutes Beispiel für die Newton'sche Anschauungsweise
(das Universum als mechanisches System) ist die Behauptung, der Stammdurchmesser
richte sich ausschließlich nach der Windlast, die ein Baum erfährt.
Die genetische Veranlagung
und die entscheidenden physiologischen Einflüsse sowie die des Klimas
auf das Dickenwachstum des Stammes werden bei dieser Betrachtungsweise
nicht erfaßt. Da das sekundäre Dickenwachstum und damit der Stammdurchmesser
je nach Baumart, Standort (Boden- und Umgebungsbedingungen), Vitalität,
(verdeckten) Holzfehlern etc. unterschiedlich ist, kann diese lineare
Ableitung: Stammdurchmesser = Windlast nicht stimmen (ein extremes Beispiel
hierfür ist der afrikanische Affenbrotbaum mit außergewöhnlich dickem
Stamm im Verhältnis zur windbelasteten Krone).
Richtig ist, daß als
Folge der mechanischen Wirkung des Windes dort Material angelagert wird,
wo maximale Biegespannungen herrschen. Dies wird z.B. in der Ovalisierung
des Stammes deutlich (Schaftformtheorie von METZGER, 1893 - Bezug: Fichtenstämme
!). Rein mechanisch gesehen müßte ein Baum mit beschnittener oder verlichteter
Krone und verringerter Windlast in seinem Stammdurchmesser wieder schrumpfen
(siehe hierzu auch die Kraftflußtheorie bezüglich eines angebundenen Stammes
[10]).
Die Variabilität und
die Multiplizität der beteiligten Faktoren werden nicht genügend beachtet.
Wenn dies auch nur ansatzweise der Fall wäre, so würde es über viele Jahre
dauernde und sehr umfangreiche Forschungen erfordern. So werden bei allen
Messungen (als solche sind bei näherer Betrachtung auch die "Neuen Sichtkontrollen"
zu werten) zur Quantifizierung der Bruchsicherheit die eigentlichen Charakteristika
des Altbaumes, wie Unrundheit der Stammform und andere morphologische
Eigenheiten, Abholzigkeit, (verdeckte) Holzfehler, im Baumstamm wechselnde
Materialeigenschaften usw., sowie das Zusammenspiel all dieser Faktoren
und deren entscheidender Einfluß auf die Bruchsicherheit, nicht genügend
oder gar nicht beachtet. Nicht zu vergessen die unbestimmbare Ausdehnung
von Fäulen, die bis heute nicht zufriedenstellend erfaßt werden können.
Eine öffentliche Diskussion
zur Baumstatik ist u.a. aus den eingangs genannten Gründen (Ziff. 1 -
5) noch nicht aufgekommen. Die Lehre vom Fortschritt wirkt hier sehr dogmatisch.
Erschwert wird dies zusätzlich durch den Mangel an veröffentlichtem und
nachprüfbarem Tatsachenmaterial. Bisher wurden in der Mehrzahl lediglich
Behauptungen aufgestellt und Meinungen dargelegt. Einige der bisher publizierten
Erkenntnisse sind realitätsfern. Falls die Theorien überhaupt in der Praxis
anwendbar sind, so nur unter Einbeziehung übergroßer Sicherheitsabstände
("Man wende sämtliche Versagenskriterien auf den Baum an und nehme das
gefährlichste Ergebnis - niedrigste Bruchlast - für die Beurteilung, womit
man nach Wahl eines Sicherheitsfaktors auf der sicheren Seite liegt. Einfach
gesagt, hat man dabei den Schadensablauf unterstellt, der den Baum am
leichtesten zerstört. Damit ist seine Verkehrssicherheit maximiert" -
[11]).
Außerdem widersprechen
sie häufig den wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen zur Biologie
des Baumes. Diese Divergenz ist unlogisch (z.B. ist das Wachstum nicht
rein mechanisch gesteuert, sondern ein zirkulärer Vorgang, bei dem ebenfalls
physiologische Abläufe und klimatische Einflüsse sowie die des Standortes
eine wesentliche Rolle spielen, siehe hierzu [14], [15]).
So werden aus plausiblen,
seit langem bekannten Phänomenen (z.B. der Gestaltoptimierung - siehe
hierzu Literatur von W. FOBO [1], J.E. GORDON [2], W. NACHTIGALL [5-7],
W. RICHTER [12], u.a.) falsche Schlüsse gezogen (ein angebundener - nicht
strangulierter - Stamm zeigt keine Verjüngung nach unten - Kraftflußtheorie
[10] -. Brettwurzelbildung erfolgt anders als beschrieben. Die Entstehungstheorie
und die Vorschläge zur Steuerung der Brettwurzelbildung nach MATTHECK
[9] sind irreal).
Die Übertragung von
Erkenntnissen aus der Bruchmechanik, z.B. von Leitungsrohren auf hohle
Bäume, ist nicht vorbehaltlos möglich. Lebende Systeme kann man nicht,
wie Rohrleitungen o.ä., aufgrund ihrer molekularen Mechanismen und des
Verhaltens der Einzelteile beschreiben. "Denn das Ganze ist mehr als die
Summe seiner Teile" (ARISTOTELES). Der Baumbruch folgt in unvorhersehbarer
Weise eigenen Gesetzen, das Schadensbild erklärt nicht den Schadensablauf.
Ein wesentlicher Mangel ist auch die Tatsache, daß Erkenntnisse insbesondere
zum Bruch- und Schwingungsverhalten von Fichten-Waldbäumen (aufgrund ihrer
relativen Gleichförmigkeit und der unproblematischen Verfügbarkeit schon
immer ein Lieblingskind der Waldbaumforschung) allgemeingültig auch auf
Laub-Stadtbäume übertragen werden.
Computersimulationen,
z.B. zum Bruchverhalten von Bäumen, können dieses simplifiziert veranschaulichen,
aber nicht beweisen. Wendet man sie dennoch als Beweismittel an, so muß
man sich klar darüber sein, daß das zu Beweisende zur Voraussetzung der
Beweisführung gemacht wird. Die Ergebnisse sind nämlich immer nur so realitätsbezogen
wie die Qualität und die Fülle der eingegebenen Daten.
Das Bruchverhalten
des Baumes z.B. hängt unter anderem von seiner individuellen Gestaltausprägung
und vom Wechselspiel der individuellen Materialeigenschaften ab, in die
kein Einblick gegeben ist und die nicht reproduzierbar und simulierbar
sind. So führt der grundsätzliche Lapsus, das Holz des Baumes für Berechnungen
quasi als homogenen Baustoff betrachten zu müssen (Finite-Elemente-Methode
und daraus abgeleitete Verfahren [3]), ebenso wie die Reduzierung der
natürlich gewachsenen Struktur mit Hilfe der Geometrie auf berechenbare
Körper zu erheblichen Fehlerquellen, die nur über hohe Sicherheitsabstände
ausgeglichen werden können.
Die Rechnung zahlt
der Baum. Ein einmal gefällter Baum kann nicht mehr beweisen, daß er doch
verkehrssicher war; wohl aber Lastfall-orientierte Zugversuche bis zum
tatsächlichen Versagen. Die Wissenschaft ist aufzufordern, solche Tests
durchzuführen und daran ihre Theorien zu messen !
Fazit:
Aufgrund der Gegebenheiten
muß davon ausgegangen werden, daß die Bäume unter dem Zwang der Verkehrssicherheit
mit den herkömmlichen Sichtkontrollen erfahrener Baumfachleute billiger
zu beurteilen sind und bessere Überlebenschancen haben, als mit den z.T.
undurchschaubaren und von Seiten der Wissenschaft diktierten, "wissenschaftlich
abgesicherten" und "fortschrittlichen neuen Erkenntnissen" (hier sind
vor allem die "Neuen Sichtkontrollen" zu nennen, die in letzter Konsequenz
wiederum nicht ohne aufwendigen Geräteeinsatz auskommen).
So wünschenswert aus
rechtlicher Sicht eine Normung im Bereich der Verkehrssicherheit von Bäumen
auch wäre, so fatal lassen sich schon jetzt die Folgen für die eigentlich
betroffenen - die Bäume - einschätzen. Insbesondere nach den neuen "biomechanischen
Methoden zur Untersuchung der Bruchsicherheit von Bäumen", deren Anwendung
von ihren Erfindern z.Zt. vehement gepriesen wird, ist so mancher Baum
aufgrund überhöhter Sicherheitsabstände als bruchgefährdet einzustufen,
der es in der Realität, unter natürlichen äußeren Einflüssen, gar nicht
ist. Denn Baum ist Natur und "die Natur ist keine Ansammlung elementarer
berechenbarer Einheiten, sondern ein dynamisches Gewebe innerlich zusammenhängender
Geschehnisse" [13].
Die neuen Wissenschaftstheorien
- insbesondere zur Bruchsicherheit von Bäumen - können, wenn überhaupt,
nur sehr begrenzt gültig sein. Dies wird spätestens bei der Anwendung
klar. Die Frage ist: Wo bleiben hier der Fortschritt und die Kostenminimierung
? Für Anregungen und Kritik danke ich meinem Vater, Günter Sinn.
LITERATUR:
[1] FOBO, WOLFGANG:
Zum Tragverhalten der Bäume. Konzepte des Sonderforschungsbereich 230
der Universität Stuttgart und Tübingen, Heft 11 (1986)
[2] GORDON, J.E.: Strukturen
unter Stress - Mechanische Belastbarkeit in Natur und Technik. Spektrum
der Wissenschaft, Heidelberg (1989)
[3] GERHARDT, H.; MATTHECK,
C.: Persönliche Mitteilung (1991)
[4] HOLL, OSKAR: Wissenschaftskunde
1
[5] NACHTIGALL, WERNER:
Phantasie der Schöpfung - Faszinierende Entdeckungen der Biologie und
Biotechnik. Hrsg.: Hoimar von Ditfurth. Wilhelm Heyne Verlag, München
(1983)
[6] NACHTIGALL, WERNER:
Biostrategie - Eine Überlebenschance für unsere Zivilisation. Verlag Hoffmann
und Campe, Hamburg (1983)
[7] NACHTIGALL, WERNER:
Erfinderin Natur - Konstruktionen der belebten Welt. Rasch und Röhring
Verlag, Hamburg - Zürich (1984)
[8] MATTHECK, CLAUS:
Engineering Components Grow like Trees. Report KfK 4648 des Kernforschungszentrum
Karlsruhe GmbH, Instititut für Material- und Festkörperforschung (1989)
[9] MATTHECK, CLAUS:
Mechanisches Versagen von Bäumen durch Windbruch. In: Physik in unserer
Zeit, 23. Jahrg. (1992) Nr. 2, S. 79-83
[10] MATTHECK, C.;
ERB, D.; SCHRÖDER, K.: Axialrisse an Strangulationskerben nach vergessener
Anbindung. In: Das Gartenamt 40 (1991) S. 666-670
[11] MATTHECK, CLAUS;
BRELOER, HELGE: Wie bricht ein Baum. In: Das Gartenamt 40 (1991) S. 746-748
[12] RICHTER, WOLFRAM:
Pflanzen - Vorbilder der Technik. Landbuch- Verlag GmbH, Hannover (1985)
[12]
SINN, GÜNTER: Messmethoden zur Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen -
Die Entwicklung der Baumstatik, Vorzüge und Schwachpunkte der Neigungs-
und Dehnungsmeßverfahren (Teil II). In: Das Gartenamt 40 (1991) S. 794-800
[13] SINN, GÜNTER:
AfB-INFO AKTUELL - zu wissenschaftlichen Theorien (Kurzmitteilung, 1992)
[14] SINN, THOMAS:
Ökologische Untersuchungen zur Ausbildung der Wurzelsysteme von Pflanzen
arider Gebiete (Diplomarbeit). Referent: Prof. Dr. R. Bornkamm. Technische
Universität Berlin, Fachbereich 14 (Landschaftsentwicklung), 1991
[15] SINN, THOMAS:
Estudio sobre la forma del sistema radicular de los arboles: Vision morfologica
y las diferentes influencias en este. Studienarbeit an der Technischen
Universität Berlin, Fachbereich 14. In: Zona Verde - Boletin de la Asociacion
Espanola de Parques y Jardines Publicos, Num. 23 (1990) S. 12-19
[16] THEIMER, WALTER:
Was ist Wissenschaft ?
[17] WELLHÖFER, PETER
R.: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen (1984)
[18] WITT, ARMIN: Das
Galilei Syndrom - unterdrückte Entdeckungen und Erfindungen. Universitas
Verlag, München (1991)
ABBILDUNGSUNTERSCHRIFTEN:
Abb. 1 Eine Birke beim
"Bruchsicherheitstest" im Eisregen. Hätte der Baum aufgrund seiner genetischen
Veranlagung nicht genügend Elastizitätsreserven gegen diesen Fall extremer
äußerer Belastung, so wäre er abgebrochen. Bäume wachsen primär, genetisch
bedingt, nach ihren biologischen und statischen Erfordernissen. Erst sekundär
reagieren sie auf äußere Einflüsse und bessern im Einzelfall ihre Gestalt
nach den jeweiligen biologischen und statischen Erfordernissen nach. Das
Vernachlässigen dieser Tatsache stellt laufende wissenschaftliche Untersuchungen
und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in Frage (Foto: Verfasser).
Abb. 2 und 3 Etwa 400-jährige
"Hohle Eiche" (Naturdenkmal) am Gotischen Haus in Bad Homburg v.d.H. Trotz
des schweren Stammschadens konnte Bruchsicherheit festgestellt werden.
Diese Tatsache widerspricht den neuesten Theorien zur rechnerischen Einschätzung
der Bruchsicherheit von Bäumen, die in solchen Problemfällen als eindeutiges
Votum gegen den Baum bezeichnet werden müssen (Fotos: Verfasser)
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