AfB-Arbeitsstelle für Baumstatik


Ein altes Haus für alte Bäume:

Im Jahr 2004 haben wir unsere neuen Geschäftsräume in der Niddastraße 17 im Herzen Bad Vilbels, am Kurpark mit altem Baumbestand, bezogen. Das 1908 errichtete Haus bietet mit seinen Büro- und Lagerräumen auf 137 m² ausreichend Platz für die Tätigkeiten eines international tätigen Baumsachverständigenbüros.


AfB-Arbeitsstelle für Baumstatik
Baumkontroll- und Sachverständigenbüro
Dipl.-Ing. öbv Sachverständiger Thomas Sinn
Niddastraße 17
61118 Bad Vilbel
Fon ( 0 61 01) 50 19 57
Fax (0 61 01) 50 19 58
E-Mail afb@baumstatik.de

Bestellungssachgebiete:
2 Gartenbau
2.4 Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
2.4.1 Garten- und Landschaftsbau - Herstellung und Unterhaltung (Gehölze, Schutz- und Gestaltungsgrün)
2.4.3
Wertermittlung von Freianlagen (Gärten, Grünanlagen, Gehölze (Gehölzwertermittlung)2.4.4 Baumpflege, Verkehrssicherheit von Bäumen, Baumwertermittlung (Statik und Verkehrssicherheit von Bäumen, Pilzerkrankungen, Baumsanierung)

Sachverständigenbestellungsbehörde:
Regierungspräsidium Kassel,
Steinweg 6, 34117 Kassel

 

Leistungsspektrum

Wir über uns

Leistungsspektrum:

der Arbeitsstelle für Baumstatik und des Sachverständigenbüros Th. Sinn:

  1. Baumkataster
  2. Visuell-mechanische Biostatische Baumkontrollen
  3. Pilzerkrankungen an Bäumen
  4. Standsicherheitsmessung von Bäumen - AfB-Methode
  5. Bruchsicherheitsmessung von Bäumen - Dilatometerverfahren
  6. Baumstatik bei Großbaumverpflanzungen
  7. Beweissicherungen
  8. Gehölzwertermittlungen
  9. Voruntersuchung von Bäumen bei Bauvorhaben
  10. Nährstoffe, Blatt-und Bodenanalysen
  11. Gehölzkrankheiten
  12. Ausschreibung und Bauleitung von Baumpflegearbeiten
  13. Gutachten für Gerichte
  14. Vorträge und Schulungen

Leistungsspektrum in Details

 

Kosten für Baumprüfungen

 

 
Standsicherheits- und Bruchsicherheitsmessung von mehr als 2.700 Bäumen durch die AfB. Außerdem in Spanien und Österreich.

 

Wir über uns:

Die AfB -Arbeitsstelle für Baumstatik- wurde von Günter Sinn 1984 gegründet. Es ist das erste Institut für statikintegrierte Stand- und Bruchsicherheitsüberprüfung von Bäumen.

Bis Anfang der 80er Jahre stand man der Standsicherheitsproblematik von Bäumen weitgehend hilflos gegenüber. Mit Wurzelfreilegungen und Anbohren wurde versucht die Standsicherheitsfrage zutreffend zu klären oder man griff lieber gleich zur Säge. Interdisziplinäre Forschung durch G. Sinn führte 1980 zur Problemlösung: Bäume wurden mit großem Erfolg in eine statische, ganzheitliche Betrachtung eingebunden, das neue Berufsfeld der Baumstatik war ins Leben gerufen.
Nach Durchführung eines ersten Zugversuches 1984 wurden die technischen Methoden und wissenschaftlichen Grundlagen zur Bestimmung der Verkehrssicherheit von Bäumen kontinuierlich verbessert.

Der nächste große Fortschritt war die Entwicklung und Erprobung der Neigungsmeßmethode (Pilotprojekt 1988, Eichen im Riederwald Frankfurt/M.: G. SINN, Arbeitsstelle für Baumstatik (AfB) sowie KAYSER, STOEHREL und WESSOLLY, Universität Stuttgart).
Die von KAYSER und STOEHREL erfundene Neigungsmeßmethode wurde von WESSOLLY als Inclinomethode in die Fachwelt eingeführt (vergl. DAS GARTENAMT 1989). Aufgrabungen zur Beurteilung des Wurzelfundamentes wurden damit überflüssig. Ein einfacher Zugversuch und Neigungsmessungen ließen Aussagen zur Standsicherheit zu.

Auf dieser Grundlage wurde ein Jahr später, 1990, die AfB-Methode mit einem neuen Auswerteprogramm und verbesserter Meßdateninterpretation vorgestellt. Die Neigungsmeßdaten wurden nicht mehr mit einem Kurvenlineal ausgewertet sondern auf der Grundlage definierter Neigungsklassenvarianten (vergl. DAS GARTENAMT 1990).

Eine weitere Verbesserung des Meßverfahrens wurde 1992 mit der Zweipunktmessung und der Einführung des relativen Kippmodules erreicht. Die Zweipunktmessung erfaßt den Biegeanteil am Stamm und es werden Fehlmessungen durch Meßgerätefehler ausgeschlossen. Der relative Kippmodul schließt eine falsche Interpretation der Meßkurven aus und unter anderem dadurch konnte der noch bis 1992 erforderliche, pauschale 50-prozentige Sicherheitszuschlag entfallen. Es werden im Gegensatz zur Inclinomethode nur noch im Einzelfall auf die Wuchsform abgestimmte Sicherheitsabstände erforderlich. Es können damit je nach dem Grad der Standsicherheitsreserven vier Standsicherheitsklassen unterschieden werden. Die Einführung des relativen Kippmoduls war ein erheblicher Fortschritt in der Standsicherheitsanalyse von Bäumen.

Aktuell wurden neue Erkenntnisse der Stand- und Bruchsicherheitsanalyse von Bäumen ausgewertet und in die Meß- und Auswertemethoden integriert. Das Auswertungsprogramm wurde auf der Basis von Windows XP fortgeschrieben. Gleichzeitig wurden neue und präzisere Meßgeräte entwickelt und erprobt. Getestet wurden zwei neue Neigungsmeßgeräte mit doppelter Meßgenauigkeit und mit erheblich vergrößertem Meßbereich (bis +- 45 Grad ohne Genauigkeitsverlust).

In Sachen Bruchsicherheit wurde das Dilatometerverfahren der AfB (bekannt als Elastomethode nach WESSOLLY) dem aktuellen Wissensstand angepaßt. Optimierte Dilatometer, geringere bzw. an die Wuchsform angepaßte Sicherheitszuschläge und die Einteilung in vier Bruchsicherheitsklassen sind dabei hervorzuheben.

Im Rahmen des laufenden Forschungsprojektes der Arbeitsstelle für Baumstatik zur Bestimmung des Luftwiderstandsbeiwertes cw von Bäumen konnte im Orkan Jeanette Ende Oktober 2002 erstmals der cw-Wert einer belaubten, mehr als 20 m hohen und etwa 350 Jahre alten Eiche gemessen werden. Weitere Messungen erfolgten an einem Birkenaltbaum sowie im Orkan Kyrill 2007 an einer etwa 80 Jahre alten, frei gewachsenen Fichte.

Die AfB entwickelte u.a. das erste baumschonende Kronensicherungssystem - Markteinführung 1989 (Günter Sinn).

Das Planungsbüro Günter Sinn besteht seit 1956. Nach der öffentlichen Bestellung als Sachverständiger wurde es 1971 in Planungs- und Sachverständigenbüro Günter Sinn umbenannt.

Das Planungs- und Sachverständigenbüro Thomas Sinn wurde 1993 gegründet. Seit 2000 wird es unter dem Firmennamen Baumkontroll- und Sachverständigenbüro bzw. AfB-Arbeitsstelle für Baumstatik weitergeführt.

Arbeitsschwerpunkte:
Baumkontrollen für Städte und Gemeinden, Straßenbauämter, Schloßverwaltungen, Privatleute. Sachverständigentätigkeit als Baumsachverständiger für Gerichte, für Behörden und Privatleute rund um das Fachgebiet Bäume und Gehölze. Vorträge und Fortbildung in Sachen Baumkontrollen und Baumstatik. Franchising der statikintegrierten Zugmeßverfahren zur Überprüfung der Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen.