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Wir über uns:
Die AfB -Arbeitsstelle für Baumstatik- wurde von
Günter
Sinn 1984 gegründet. Es ist das erste Institut für statikintegrierte
Stand- und Bruchsicherheitsüberprüfung von Bäumen.
Bis Anfang der 80er Jahre stand man der Standsicherheitsproblematik
von Bäumen weitgehend hilflos gegenüber. Mit Wurzelfreilegungen und
Anbohren wurde versucht die Standsicherheitsfrage zutreffend zu klären
oder man griff lieber gleich zur Säge. Interdisziplinäre Forschung durch
G. Sinn führte 1980 zur Problemlösung: Bäume wurden mit großem Erfolg
in eine statische, ganzheitliche Betrachtung eingebunden, das neue Berufsfeld
der Baumstatik war ins Leben gerufen.
Nach Durchführung eines ersten Zugversuches 1984 wurden die technischen
Methoden und wissenschaftlichen Grundlagen zur Bestimmung der Verkehrssicherheit
von Bäumen kontinuierlich verbessert.
Der nächste große Fortschritt war die Entwicklung und Erprobung der
Neigungsmeßmethode (Pilotprojekt 1988, Eichen im Riederwald Frankfurt/M.:
G. SINN, Arbeitsstelle für Baumstatik (AfB) sowie KAYSER, STOEHREL und
WESSOLLY, Universität Stuttgart).
Die von KAYSER und STOEHREL erfundene Neigungsmeßmethode wurde von WESSOLLY
als Inclinomethode in die Fachwelt eingeführt (vergl. DAS GARTENAMT
1989). Aufgrabungen zur Beurteilung des Wurzelfundamentes wurden damit
überflüssig. Ein einfacher Zugversuch und Neigungsmessungen ließen Aussagen
zur Standsicherheit zu.
Auf dieser Grundlage wurde ein Jahr später, 1990, die AfB-Methode
mit einem neuen Auswerteprogramm und verbesserter Meßdateninterpretation
vorgestellt. Die Neigungsmeßdaten wurden nicht mehr mit einem Kurvenlineal
ausgewertet sondern auf der Grundlage definierter Neigungsklassenvarianten
(vergl. DAS GARTENAMT 1990).
Eine weitere Verbesserung des Meßverfahrens wurde 1992 mit der Zweipunktmessung
und der Einführung des relativen Kippmodules erreicht. Die Zweipunktmessung
erfaßt den Biegeanteil am Stamm und es werden Fehlmessungen durch Meßgerätefehler
ausgeschlossen. Der relative Kippmodul schließt eine
falsche Interpretation der Meßkurven aus und unter anderem dadurch
konnte der noch bis 1992 erforderliche, pauschale 50-prozentige
Sicherheitszuschlag entfallen. Es werden im Gegensatz zur Inclinomethode
nur noch im Einzelfall auf die Wuchsform abgestimmte Sicherheitsabstände
erforderlich. Es können damit je nach dem Grad der
Standsicherheitsreserven vier Standsicherheitsklassen unterschieden
werden. Die Einführung des relativen Kippmoduls
war ein erheblicher Fortschritt in der Standsicherheitsanalyse von Bäumen.
Aktuell wurden neue Erkenntnisse der Stand- und Bruchsicherheitsanalyse
von Bäumen ausgewertet und in die Meß- und Auswertemethoden integriert.
Das Auswertungsprogramm wurde auf der Basis von Windows XP fortgeschrieben.
Gleichzeitig wurden neue und präzisere Meßgeräte entwickelt und erprobt.
Getestet wurden zwei neue Neigungsmeßgeräte mit doppelter Meßgenauigkeit
und mit erheblich vergrößertem Meßbereich (bis +- 45 Grad ohne
Genauigkeitsverlust).
In Sachen Bruchsicherheit wurde das Dilatometerverfahren der
AfB (bekannt als Elastomethode nach WESSOLLY) dem aktuellen Wissensstand
angepaßt. Optimierte Dilatometer, geringere bzw. an die Wuchsform
angepaßte Sicherheitszuschläge und
die Einteilung in vier Bruchsicherheitsklassen sind dabei hervorzuheben.
Im Rahmen des laufenden Forschungsprojektes der Arbeitsstelle für
Baumstatik zur Bestimmung des Luftwiderstandsbeiwertes cw von Bäumen
konnte im Orkan Jeanette Ende Oktober 2002 erstmals der cw-Wert einer
belaubten, mehr als 20 m hohen und etwa 350 Jahre alten Eiche gemessen werden.
Weitere Messungen erfolgten an einem Birkenaltbaum sowie im Orkan Kyrill
2007 an einer etwa 80 Jahre alten, frei gewachsenen Fichte.
Die AfB entwickelte u.a. das erste baumschonende Kronensicherungssystem
- Markteinführung 1989 (Günter Sinn).
Das Planungsbüro Günter Sinn besteht seit 1956. Nach der öffentlichen Bestellung als Sachverständiger wurde es 1971 in Planungs- und Sachverständigenbüro Günter Sinn umbenannt.
Das Planungs- und Sachverständigenbüro Thomas Sinn wurde
1993 gegründet. Seit 2000 wird es unter dem Firmennamen Baumkontroll-
und Sachverständigenbüro
bzw. AfB-Arbeitsstelle für Baumstatik
weitergeführt.
Arbeitsschwerpunkte:
Baumkontrollen für Städte und Gemeinden, Straßenbauämter,
Schloßverwaltungen, Privatleute. Sachverständigentätigkeit
als Baumsachverständiger für Gerichte, für Behörden und Privatleute rund um
das Fachgebiet Bäume und Gehölze. Vorträge und Fortbildung
in Sachen Baumkontrollen und Baumstatik. Franchising der
statikintegrierten Zugmeßverfahren zur Überprüfung der Stand- und
Bruchsicherheit von Bäumen. |