Baumkontrollen |
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die Bäume sind uns gut, in ihren grünen Trieben strömt Gottes Lebensblut ..." (Gedicht aus der Sammlung "Wegzehrung" von Albert Steffen) |
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Bäume sind uns nicht immer nur gut. Durch ihre enorme Größe und das große Gewicht stellen sie insbesondere in den Städten und an außerörtlichen Straßen eine potentielle Gefahr dar. Tatsächlich kommen durch umstürzende Bäume oder abbrechende Baumteile jedes Jahr Menschen ums Leben beziehungsweise werden verletzt und es werden große Sachschäden angerichtet. Viele -nicht alle!- dieser Fälle von Baumversagen sind anhand der Ausbildung bestimmter Defektsymptome vorhersehbar. So läßt zum Beispiel die Ausbildung von Pilzfruchtkörpern bestimmter holzabbauender Arten immer einen eindeutigen Rückschluß auf eine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit zu. Weist ein umgestürzter Baum die Ausbildung eindeutiger Defektsymptome auf, d.h. das Baumversagen war vorhersehbar, kann der Baumeigentümer wegen Verletzung der ihm obliegenden Verkehrssicherungspflicht für den entstandenen Schaden haftbar gemacht werden. |
TERMINE Biostatische Baumkontrolle - Teil 1 Biostatische Baumkontrolle - Teil 2 Biostatische Baumkontrolle - Teil 3 |
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Deshalb werden vor allem von den Eigentümern großer Baumbestände, wie Grünflächenämtern oder Straßenbauämtern, Baumkontrollen durchgeführt. Baumkontrollen dienen 1. einer Kontrolle hinsichtlich der Baumstatik (Verkehrssicherheit, Stand- und Bruchsicherheit) und 2. einer Kontrolle hinsichtlich des Gesundheitszustandes bzw. notwendiger
Pflegemaßnahmen. Die
von REINARTZ + SCHLAG 1997 vorgestellte "Integrierte Baumkontrolle"
stellt vor allem die Bedeutung von Baumpilzen und Möglichkeiten
der Erkennung pilzbedingter Schäden heraus. Weitere Symptome werden
vorgestellt und zum Teil erläutert. Eine Checkliste unterscheidet
in die Bereiche Wurzel, Stamm und Krone. Dies liegt an dem einseitigen baummechanischen Modell, das der VTA-Methode zugrundegelegt wurde. Dabei wird der Baum als sich selbst reparierender Lastträger (Hypothese der konstanten Spannung) betrachtet. Biologische und physiologische Aspekte, die bei Symptombildungen auf der Baumoberfläche ebenfalls eine bedeutsame Rolle spielen, werden nicht berücksichtigt.
Mit dieser Methode untersuchte sehr alte, oftmals als Naturdenkmal
geschützte Bäume werden nach eigenen
Praxiserfahrungen meist falsch beurteilt und sollen dann vorzeitig gefällt
werden (vergl.
hierzu eigene Fachveröffentlichungen in STADT UND GRÜN). Dies liegt
vor allem daran, das die Methode auf der offenbar unzutreffenden
Annahme einer konstanten Spannung auf der Baumoberfläche beruht
(vergl. hierzu auch GAFFREY in STADT und GRÜN 50 (Januar) sowie
nach wissenschaftlicher Prüfung von Professor Gruber auch in anderen
wesentlichen Teilen auf ungesicherten Erkenntnissen beruht: In der nachfolgenden eigenen wissenschaftlichen Ausarbeitung wird die Hypothese der konstanten Spannung kritisch hinterfragt (veröffentlicht in STADT UND GRÜN, Heft 1 (2001). |
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