BaumkontrollenDas Modell des Ingenieurbaumes und der biologische Baum |
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7. Der Stammumfang - ein Maß für die Windlast ? |
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Tatsächlich weisen freistehende Bäume mit großer Windangriffsfläche einen größeren Stammdurchmesser auf als kleinere Bestandsbäume. Der Bezug zur Windlast scheint gegeben. Dem steht jedoch entgegen, daß Bestandsbäume, die im Waldesinnern genügend Raum haben, trotz vollem Windschutz, das heißt geringer äußerer Belastung, ebenfalls den wesentlich größeren Stammdurchmesser entwickeln (vergl. OSTERLOH und SINN 1994). Bei Felduntersuchungen wurde nachgewiesen, daß die Querschnittsfläche des Stammes häufig mit dem Gewicht der von ihr versorgten Blätter eng korreliert (SHIMOZAKI et al. zitiert in KAUSSMANN und SCHIEWER 1989) und nicht mit der Windlast (SINN 1992 a, WESSOLLY 1995). Die Ergebnisse der Untersuchungen im einzelnen:" |
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"...Verhielt sich die Blattmasse der beiden Bäume nach dem Gewichte wie 100 : 8,1, so entspricht ihre Holzmasse dem Verhältnis von 100 : 9,4, der Zuwachs verhält sich also annähernd proportional der Blattmasse." (SCHILLER-TIETZ 1908). |
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Der Stammumfang ist demnach kein Maß für die Windlast, sondern in erster Linie für die Photosyntheseleistung des Baumes in Abhängigkeit von der Blattfläche (Anzahl Licht- und Schattenblätter) und den Ernährungsverhältnissen, von der artspezifischen und individuellen Leistungsfähigkeit, der sozialen Stellung usw. Bleibt anzumerken, daß es auch dabei Ausnahmen von der Regel gibt: Bei den meisten Monokotyledonen erfolgt nach dem primären Dickenwachstum in Scheitelnähe keine weitere Erstarkung des Stammes, obwohl zum Beispiel Palmen, die fast 60 m hoch werden können (WAGENFÜHR 1988), sehr hohen Windlasten widerstehen müssen. |
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