Baumstatik2. Zur Belastung der Bäume durch Wind |
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Wind entsteht in erster Linie durch Luftdruckdifferenzen. Er entwickelt kinetische Energie, die dem dynamischen Druck oder Staudruck entspricht. Man spürt diesen Druck, wenn die Windgeschwindigkeit auf Null abgebremst wird (Gegenwind beim Radfahren). Der Staudruck (q) ist eine Funktion aus der Luftdichte und Windgeschwindigkeit. Er wird von geographischen und topographischen Gegebenheiten und vom jeweiligen Umfeld beeinflußt. In der bodennahen Schicht ist er am geringsten. Mit zunehmender Entfernung vom Erdboden und damit auch bis zur Wipfelhöhe von Bäumen nimmt er stetig zu. Auf Geländeerhebungen kann die Staudruckerhöhung unter Umständen das 4-fache betragen, zwischen höheren Gebäuden das 2,6- fache. Erhöht werden die Belastungen des Baumes außerdem durch die Böigkeit des Windes und die Eigenschwingung. Andererseits vermindert sich der Staudruck bei Bäumen infolge der Kronendurchlässigkeit bei hohen Windgeschwindigkeiten um mehr als 2/3 (cw). Die Gesamtbelastung eines Baumes, die Windlast (W), ist letztlich abhängig von seiner Größe, das heißt der vom Wind angeblasenen Kronen- und Stammfläche (A). All diese Faktoren gehen über entsprechende mathematische Formeln in die Windlastberechnung ein. Die Hauptgleichung für nicht schwingungsanfällige Strukturen W = cw x q x A wurde für Bäume erweitert. Einbezogen sind die Gegebenheiten des Baumstandortes, die Böigkeit des Windes und die Eigenschwingung des Baumes (q eff). Windlastformel: W = cw x q(eff) x A W = Windlast
Übersicht über Windangriffsflächen und Windlasten von Bäumen |
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