Erläuterungen zur Methodik des Dilatometerverfahrens |
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Bruchsicherheit ist die "Ausreichende Fähigkeit, dem Bruch von Stamm- und Kronenteilen beim Einwirken von Lasten, z.B. Sturm, Schnee, Eis und Eigengewicht zu widerstehen, s. Verkehrssicherheit" Definition nach ZTV-Baumpflege 2006. Das Dilatometerverfahren ("Elastomethode" nach Wessolly) ist ein meßtechnisches Prognoseverfahren zur Bruchsicherheitsbestimmung von Bäumen. Es beruht auf dem Hook´schen Gesetz: Spannung = E-modul * Dehnung und einem Spannungsvergleich. Ein auf die Windlast abgestimmter Zugtest und die gleichzeitige Messung des Dehnungsverhaltens sind Grundlage dieser Methode. Zur Bruchsicherheitsberechnung aufgrund der Meßergebnisse müssen Materialkennwerte (E-modul und Druckfestigkeit des grünen Holzes) für die betreffende Baumart zugrundegelegt werden. Diese konnten aufgrund von Laboruntersuchungen (Festigkeitskatalog der Universität Stuttgart) oder in anderen Gutachtenfällen der AfB bestimmt werden. Mit Hilfe des Biegeelastizitätsmoduls (E-modul) und der unter definierter Zuglast gemessenen Dehnung wird die Spannung berechnet, die im Vergleich mit der Druckspannung des grünen Holzes der jeweiligen Baumart den Grad der Bruchsicherheit angibt. Die Bruchsicherheit bezieht sich auf Bruchversagen unter Biegebelastung (häufigste Bruchversagensart der Stämme und Stämmlinge frei stehender Bäume im relevanten Windstärkebereich bis Windstärke 12), auf den Bereich der jeweiligen Meßstelle, die Belastungsrichtung und Windstärke 12 nach BEAUFORT. Außergewöhnliche Naturereignisse (höhere Gewalt) und deren Auswirkungen können durch die Messungen nicht erfaßt werden. Wegen der Unwägbarkeiten des Baumbruches ist bei den Meßergebnissen und der Aussage zur Bruchsicherheit ein Sicherheitsabstand zu berücksichtigen (Einteilung in vier Bruchsicherheitsklassen). Bei dem Dilatometerverfahren handelt es sich wie bei der AfB-Methode ebenfalls um baumschonendes Untersuchungsverfahren.
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![]() Zug- Druckspannungen im Stamm des durch Wind belasteten Baumes |
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| Beispiel für eine Bruchsicherheitsberechnung aus Dehnungsmessungen | ||||||||||||||||||
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ANMERKUNG: |
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